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Jubiläum: 150 Jahre Imtech
Vor 150 Jahren wurde in Rotterdam der heutige Imtech-Konzern gegründet. Ein Blick zurück zeigt, wie aus unternehmerischem Pioniergeist und Faszination für den Fortschritt eines der wachstumsstärksten Technologieunternehmen Europas entstand.
Viele Wurzeln und ein Gründer markieren den Beginn des Unternehmens: 1860 gründete Schiffskapitän Jan Jacob van Rietschoten in Rotterdam eine Hafenspedition. Sein baldiger Teilhaber, der junge Ingenieur Willem Houwens, erwies sich als kongeniale Ergänzung für das Unternehmen, das unter dem Namen Van Rietschoten & Houwens (R & H) niederländische Technologiegeschichte schrieb: R & H schuf in einer Rotterdamer Shopping-Mall das erste öffentliche elektrische Beleuchtungssystem des Landes und konstruierte den ersten analogen Computer, der an Universitäten zum Einsatz kam.
Internatio und Müller
1967 schließlich wurde R & H Teil von Internatio. Das Unternehmen hatte eine lange Tradition im internationalen Handel, vor allem mit den ehemaligen Kolonien der Niederlande in Südostasien. Es war 1863 von dreißig Rotterdamer Unternehmern gegründet worden, die auch die Bank ABN AMRO eröffneten.
Der nächste Meilenstein erfolgte 1970: Internatio entschloss sich zu einer Fusion mit der Firma Wm. H. Müller & Co. Deren Gründer war Wilhelm Heinrich Müller aus Düsseldorf. Er hatte seit 1878 von Rotterdam aus einen der größten Eisenerzhandel Europas aufgebaut. Internatio-Müller entwickelte sich zu einem rasant wachsenden Konzern. 1990 bestand schließlich ein Konglomerat von mehr als 100 Unternehmen mit weltweiten Aktivitäten.
Imtech = E + ICT + M
1993 wurden die 35 technologischen Unternehmen aus diesem Verbund herausgelöst. Die Vision dieser neuen Unit wurde maßgeblich vom heutigen Imtech-CEO René van der Bruggen geprägt: 1995 formulierte er den ersten strategischen Wachstumsplan. Schwerpunkt sollten Gesamtlösungen zu den drei Themen Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Elektromechanik sein.
2000 folgte die nächste Weichenstellung: Internatio-Müller entschied, sich künftig ausschließlich auf technologische Themen zu fokussieren, alle anderen Aktivitäten abzugeben und künftig unter dem Namen Imtech aufzutreten.
ILS und weitere Akquisitionen
Die Zeit seither ist von Wachstum in Europa und am globalen Marine-Markt gekennzeichnet. Im ICT-Bereich ebenso wie in anderen technologischen Sparten wurden Unternehmen zugekauft – so wie die ILS ICT Gruppe im Jahr 2008.
Gemeinsam mit dem organischen Wachstum gelang so eine beeindruckende Entwicklung: 1993 verfügte Imtech noch über 7.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von Euro 350 Mio., 2009 sind es bereits 23.000 Mitarbeiter und ein Umsatz von Euro 4,3 Mrd. Ein Unternehmen, dessen Blick immer nach vorne gerichtet war, hat sich damit zu einem Hightech-Services-Provider von europäischem Format entwickelt und wird für seine Kunden weiterhin Lösungen mit der Technologie von morgen realisieren.
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